Schlafen wie im Schlaraffenland

Jeder Mensch braucht seinen gesunden Schlaf. Wenn äußere Einflüsse wie Lärm, unangenehme Temperaturen oder innere Einflüsse wie zu schweres Essen, Krankheit oder Stress den Schlaf stören, fühlt man sich nach dem Erwachen nicht fit genug, um allen Alltagsanforderungen gerecht zu werden. Um gut einschlafen und erwachen zu können braucht es mehr als nur innere und äußere Ruhe, sondern wohlbekannt auch die passende Matratze. Denn wie sagt schon ein altes Sprichwort?

Wie man sich bettet, so schläft man

Schon von klein auf zeichnen sich bei jedem Menschen unterschiedliche Schlafgewohnheiten ab. Der eine möchte zum Einschlafen erst noch ein Buch lesen, der andere hört zur Entspannung noch ein wenig Musik und manche wenige brauchen nur die Decke über die Ohren zu ziehen und entschweben sogleich ins Land der Träume. Mancher liegt meist auf dem Bauch oder auf dem Rücken, die meisten finden es aber auf der Seite am bequemsten. Wie auch immer, im Laufe der Nacht ändert sich die Schlafposition häufig, denn sonst würde der Flüssigkeitsaustausch in unserem Körper nur unzureichend  vonstatten gehen. Der Morgen bringt es dann an den Tag, ob Sie entspannt und erholt den Tag beginnen können oder erst jeden einzelnen Körperteil erst wieder mit Creatin in Gang bringen müssen. Erwachen Sie in der Nacht gar wegen eingeschlafener Arme oder Beine oder wegen Rücken- und Nackenschmerzen gibt es meist nur einen Grund: Die Matratze passt nicht zu Ihnen.

Die passende Matratze – Grundlage für einen gesunden Schlaf

Welche Matratze für Sie die richtige ist, ob etwas härter oder weicher, hängt in großem Maße von Ihrem ganz persönlichen Empfinden ab. Sie sollte außerdem in ihrer Struktur und ihrem Aufbau den Schlafgewohnheiten (Rücken-, Bauch- oder Seitenschläfer), dem Körpergewicht und der Körpergröße angepasst sein sowie besonderen medizinischen Kriterien (bei Allergikern, Pflegefällen, orthopädischen Besonderheiten) Rechnung tragen. Verschiedene Matratzen-Typen bringen bestimmte Eigenschaften mit sich, die durch zahlreiche Variationen den individuellen Ansprüchen der Schläfer gerecht werden können und so einen gesunden Schlaf ermöglichen.

Federkern-Matratzen

Federkernmatratzen gehören zu den beliebtesten Matratzen, nicht nur wegen ihrer Langlebigkeit, sondern auch wegen ihres guten Belüftungsverhaltens. Von sehr preiswerten Modellen abgesehen, passen sie sich den Körperformen optimal an, vor allem wenn die einzelnen Federn separat in Stofftaschen eingenäht sind und damit eine gute Punktelastizität bieten. Schultern und Becken können tiefer einsinken und so der Wirbelsäule, vor allem bei Seitenschläfern, eine stabile gerade Lage schenken.Die wohlbekannten Bonellfedern haben eine taillierte Form, wodurch sie eine hohe Elastizität bieten trotz ihrer festeren Struktur. Alle Federkernmatratzen gibt es in unterschiedlichen Härtegraden. Ein größeres Körpergewicht verlangt nach einer stabilen Matratze mit höherem Härtegrad. Für Kinder oder Leichtgewichtige können Matratzen weicher und mit weniger oder dünneren Federn ausgestattet sein.

Der Kern aus Federn wird durch unterschiedliche Polsterungen umhüllt. Mehrere Schichten aus Vlies, Filz oder Schaumstoff verhindern das Durchdrücken einzelner Federn. Diese Polsterungen sind im Idealfall mit einem doppelten Bezug bezogen, wobei der äußerste abnehmbar und waschbar sein sollte.

Latex-Matratzen

Matratzen aus Latex sind besonders für Allergiker zu empfehlen, da sich in diesem Material Milben, Hausstaub und andere Allergieerzeuger nicht einnisten können. Mit einem entsprechend hochwertigen Bezug reduziert sich die Population spürbar und bringt so auch Allergiegeplagten Menschen den wohlverdienten Schlaf. Latexmatrazen bestehen meist aus einem Gemisch von synthetischem Latex und Naturlatex. Reine Naturlatex-Matratzen neigen nach einer gewissen Zeit dazu, an den Rändern und Ecken zu bröseln. Das vulkanisierte Latex bietet eine hohe Elastizität und federt bei Entlastung sofort wieder in seine ursprüngliche Form zurück. Dadurch bieten Latexmatratzen dem Körper während des Schlafes eine gute Bewegungsfreiheit.

Kaltschaum-Matratzen

Wer eine Matratze für einen verstellbaren Lattenrost sucht, dem ist eine Schaumstoffmatratze oder eine Kaltschaummatratze zu empfehlen. Schaumstoffmatratzen galten zwar lange Zeit nur als Behelfs- oder Gästematratzen, doch die inzwischen FCKW-freie Herstellung verbesserte nicht nur ihren Ruf, sonder brachte auch noch weitere Vorteile zutage. Matratzen aus Schaumstoff sind sehr strapazierfähig. Sie können gebogen oder gerollt werden, lassen sich damit auch leicht transportieren oder verstauen. Der Härtegrad einer Schaumstoffmatratze wird mit dem Raumgewicht angegeben und sollte wie jede ander Matratze auch dem Körpergewicht angepasst sein. Kaltschaummatratzen sind hochwertiger verarbeitet als einfache Schaumstoffmatratzen. Die Struktur im Inneren bestimmt die Elastizität und Härte der Matratze. Da, wo ein tieferes Einsinken gewünscht wird wie an Schulter oder Becken, wird der Schaumstoff durch mehrere Hohlräume bzw. Einschnitte weicher gestaltet. Es gibt Kaltschaummatratzen, die in bis zu 7 Zonen eingeteilt sind und so den Körper während des Schlafes optimal stützen sollen. Ob und wie viele Zonen für Sie ganz persönlich geeignet sind, werden Sie jedoch selbst erschlafen müssen. Schaumstoffmatratzen haben die Eigenschaft Feuchtigkeit aufzunehmen. Deshalb sind sie weniger für Menschen, die viel schwitzen oder für Allergiker geeignet.

Visco-Schaum-Matratze

Matratzen aus Viscoschaum erfreuen sich besonderer Beliebtheit bei Menschen, die gern regelrecht in ihrem Bett versinken möchten. Der Visco-Schaum passt sich (ähnlich wie beim Liegen auf feinem Sand) allen Körperformen genauestens an und reagiert auf die Körperwärme. Je wärmer er wird, desto weicher wird die Matratze. Gern werden auch andere Matratzen wie Federkern- oder Kaltschaummatratzen mit einer zusätzlichen Auflage aus Viscoschaum ausgestattet, um den Komfort zu erhöhen. Bei einer Änderung der Liegeposition reagiert der Viscoschaum eher träge und geht langsamer in seine ursprüngliche Form zurück. Das kann dazu führen, dass man sich des Nachts weniger bewegt, weil der Körper nicht durch eine Rückfederung in seiner Bewegung unterstützt wird.

Matratzen-Zubehör

Um aus Ihrer Matratze die optimalen Eigenschaften herauszuholen, bedarf es natürlich auch eines passenden geräuschlosen Lattenrostes. Dieser sollte, vor allem bei allen Schaum-Matratzen aus eng aneinanderliegenden Latten bestehen, sonst würden der Schaumstoff in die Zwischenräume einsinken und früher oder später reißen. Bei Federkernmatratzen kann der Abstand ein wenig breiter sein, hier macht es sich aber bezahlt zwischen Lattenrost und Matratze einen Matratzenschoner zu legen, der das Durchdrücken einzelner Federn verhindert. Die Lebensdauer Ihrer Matratze wird auch durch verschiedene Matratzen-Auflagen verlängert. Diese Auflagen können unterschiedlicher Stärke sein, den Jahreszeiten entsprechend aus unterschiedlich wärmenden oder kühlenden Materialien bestehen und für eine verbesserte Atmung der Matratze sorgen. Besonders geeignet für Pflegefälle sind Matratzenbezüge bzw. Auflagen aus antibakteriellen Fasern, die verhindern, dass die Matratze Gerüche aufnimmt.